Der Wintereinbruch Anfang Januar sorgt in Niedersachsen für massive Einschränkungen im Schulbetrieb. Anhaltender Schneefall, gefrierende Nässe, teils starker Wind sowie regional drohender Eisregen haben zahlreiche Landkreise und kreisfreie Städte dazu veranlasst, den Präsenzunterricht am Donnerstag, 8. Januar, und insbesondere am Freitag, 9. Januar 2026, vollständig auszusetzen oder stark einzuschränken.
Nach Einschätzung der zuständigen Behörden ist der sichere Schulweg vielerorts nicht mehr gewährleistet. Trotz intensiver Einsätze der Räum- und Streudienste bleiben Nebenstraßen, Buswendeschleifen und ländliche Verbindungsstraßen problematisch. Hinzu kommt, dass Schnee durch Wind immer wieder auf bereits geräumte Fahrbahnen geweht wird und kurzfristig extreme Glätte entsteht. In mehreren Regionen wurde daher die Schülerbeförderung vollständig eingestellt.
Schulbetrieb: Präsenzunterricht vielerorts ausgesetzt
Die Entscheidungen über Schulausfälle treffen in Niedersachsen die Landkreise und kreisfreien Städte eigenständig. Entsprechend unterschiedlich fallen die Regelungen aus, das Gesamtbild ist jedoch eindeutig: In weiten Teilen des Landes ruht der reguläre Schulbetrieb.
Bereits am Donnerstag kam es in zahlreichen Regionen zu Unterrichtsausfällen, vorzeitigem Unterrichtsende oder einem Wechsel in den Distanzunterricht, insbesondere an berufsbildenden Schulen. Für Freitag haben noch mehr Kommunen den Präsenzunterricht vollständig abgesagt.
Auch kurzfristige Entscheidungen einzelner Landkreise und Städte sind dort zeitnah abrufbar. Eltern, Schülerinnen und Schülern wird dringend empfohlen, sich vor Schulbeginn dort zu informieren.
https://www.vmz-niedersachsen.de/schulausfall/
Überblick: Aktuelle Schulausfälle am Donnerstag und Freitag
Donnerstag, 8. Januar 2026
Kein oder nur eingeschränkter Präsenzunterricht unter anderem in:
- Ammerland
- Aurich
- Cloppenburg
- Delmenhorst
- Emden
- Emsland
- Friesland
- Grafschaft Bentheim
- Leer
- Schaumburg
- Vechta
- Wittmund (Festland)
- Wilhelmshaven
- Uelzen (verkürzter Unterricht)
Freitag, 9. Januar 2026
Kein Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen in:
- Ammerland
- Aurich
- Bremerhaven (städtische Schulen)
- Celle
- Cloppenburg
- Cuxhaven (Landkreis und Stadt)
- Delmenhorst
- Emden
- Emsland
- Friesland
- Grafschaft Bentheim
- Harburg
- Helmstedt
- Holzminden
- Leer
- Lüchow-Dannenberg
- Lüneburg (Landkreis und Stadt)
- Northeim
- Oldenburg (Landkreis und Stadt)
- Peine
- Rotenburg (Wümme)
- Stade
- Uelzen
- Vechta
- Verden
- Wesermarsch
- Wittmund
- Wilhelmshaven
In vielen dieser Regionen ist für die berufsbildenden Schulen Distanzunterricht angeordnet. Zudem stellen die Schulen, abhängig von den lokalen Regelungen, eine Notbetreuung sicher.
Eltern haben Entscheidungsfreiheit
Unabhängig von behördlich angeordneten Schulausfällen gilt landesweit: Eltern von Schülerinnen und Schülern der Klassen 1 bis 10 dürfen ihre Kinder bei extremen Witterungsverhältnissen zu Hause lassen, wenn sie den Schulweg als unzumutbar gefährlich einschätzen. Dies gilt auch dann, wenn der Präsenzunterricht formal nicht ausgesetzt wurde. Erscheinen Kinder dennoch in der Schule, ist eine Betreuung sicherzustellen.
Bereits zuvor Einschränkungen im Schulalltag
Schon in den Tagen vor dem großflächigen Unterrichtsausfall kam es regional zu Unregelmäßigkeiten. Dazu zählten vorzeitige Unterrichtsenden, der Abbruch einzelner Unterrichtsstunden sowie punktuelle Ausfälle durch technische Probleme wie Heizungsschäden infolge der anhaltenden Kälte.
Wo gibt es die aktuellsten Informationen?
Eine zentrale und laufend aktualisierte Übersicht aller Schulausfälle in Niedersachsen stellt die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen bereit. Dort werden sämtliche gemeldeten Ausfälle und Änderungen fortlaufend ergänzt: https://www.vmz-niedersachsen.de/schulausfall/
Winterwetter bleibt kritischer Faktor
Meteorologische Prognosen deuten darauf hin, dass die Wetterlage angespannt bleibt. Auf Neuschnee könnten weitere Glättephasen und örtlich Eisregen folgen, eine Kombination mit hohem Gefahrenpotenzial für Verkehr und Schulwege. Weitere Einschränkungen im Schulbetrieb sind daher nicht ausgeschlossen.
Eltern, Schülerinnen und Schüler sollten sich weiterhin regelmäßig über den aktuellen Stand informieren, da Entscheidungen kurzfristig angepasst werden können. Sicherheit hat für die Schulträger und Behörden oberste Priorität.








