Reif für die Grundschule? Was Ihr Kind zur Einschulung können sollte

Reif für die Grundschule? Was Ihr Kind zur Einschulung können sollte

Reif für die Grundschule? Was Ihr Kind zur Einschulung können sollte

Damit ein Kind in die Grundschule gehen kann, muss dieses einige Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören bestimmte Fähigkeiten in Bezug auf das soziale Verhalten, die sprachliche Entwicklung und auch motorische Fähigkeiten. Um am Unterricht teilnehmen zu können, sollte das Kind in der Lage sein, sich eindeutig und klar ausdrücken zu können. Bedürfnisse und Wünsche sollten mit eigenen Worten wiedergegeben werden. Zudem herrschen in der Grundschule bestimmte Verhaltensregeln, dazu gehört es zum Beispiel sich für eine gewisse Zeit auf etwas zu konzentrieren. 

Kinder sollten in der Grundschule bereits über grob- und feinmotorische Fähigkeiten verfügen. Das Kind sollte in der Lage sein, Arbeitsmaterialien wie zum Beispiel einen Stift oder eine Schere halten zu können.

Das soziale Verhalten

Ein Kind welches eingeschult wird, sollte über ein gewisses soziales Verhalten verfügen, denn schließlich wird es in der Grundschule mit anderen zusammen sein. Gerade Einzelkinder haben hier am Anfang häufig Probleme, da sie es von zu Hause nicht gewohnt sind mit anderen Kindern zusammen zu sein. Bei Kindern, wo es im Elternhaus noch Geschwister gibt, ist das soziale Verhalten in den meisten Fällen deutlich besser ausgeprägt, weil die Kinder zum Beispiel gelernt haben, bestimmte Dinge zu teilen. Ein wichtiger Faktor stellt die Kommunikation dar, denn das Kind muss in der Lage sich so ausdrücken zu können, dass die Lehrer und Mitschüler dies verstehen können. Dazu zählen nicht nur einzelne Wörter, sondern verständliche Sätze.

Vorhandenes Wissen

Um in die Grundschule zu kommen, müssen Kinder noch nicht Schreiben und Rechnen können, doch sollte gerade der Umgang mit Bildern und Zahlen für sie geläufig sein. Wenn Eltern ihnen häufig aus Bilderbüchern etwas erzählt oder vorgelesen haben, verfügen Kinder bereits über einen kleinen Wortschatz, der ihnen den Einstieg in das Schulleben deutlich erleichtert. Vor allem sollten die Kinder über Selbstsicherheit verfügen und somit Freude an neuen Aktivitäten haben. Somit ist es auch in der Lage, sich in fremden Situationen richtig zu orientieren. Wenn es in die Grundschule geht, muss beim Kind die Neugier geweckt sein, denn es wird in den nächsten Jahren sehr viel für das weitere Leben lernen.

Grundfertigkeiten

Um reif für die Grundschule zu sein, müssen gewisse Grundfertigkeiten vorhanden sein. Dies sind einfache und alltägliche Tätigkeiten, die ohne fremde Hilfe ausgeführt werden müssen. Dazu gehört zum Beispiel das Anziehen der Kleidung oder das Schnüren von Schuhen. Auch ohne fremde Hilfe auf die Toilette gehen, gehört mit zu diesen Voraussetzungen. Weil die Kinder in der Schule eine Tasche oder einen Rucksack mit ihren Schulbüchern haben, sollte dieser auch problemlos zu handhaben sein. Zu den Grundfertigkeiten gehören auch kleine Aufgaben im Unterricht, wie zum Beispiel dem Lehrer mitteilen, dass man etwas nicht verstanden hat oder noch einmal etwas erklärt haben möchte.

Die vorzeitige Einschulung: Pro und Contra

Gründliches Überdenken der Entscheidung

Da manche Kinder bereits im Kindergarten weiter sind als die meisten der anderen in ihrem Alter, überlegen viele Eltern, ihre Kinder bereits im Alter von fünf Jahren einzuschulen. Da die Entscheidung der vorzeigen Einschulung von großer Bedeutung ist, sollte sie im Vorfeld gut überdacht werden. Während die frühzeitige Einschulung einige Vorteile mit sich bringt, kann sie auch negative Auswirkungen haben. Dazu muss die Schulleitung im Vorhinein entscheiden, ob das Kind bereits in der Lage ist, sich mental auf die Schule vorzubereiten und ob es die Fähigkeiten besitzt, dem Unterricht zu folgen. 

Mehr Optionen nach dem Schulabschluss

Wenn das Kind früher eingeschult wird, ist es mit dem Abitur früher fertig. Dies führt dazu, dass es das Abitur früher abschließt und bereits mit 17 mit der Schule fertig ist. Dadurch, dass das Kind bereits ein oder sogar zwei Jahre früher mit der Schule fertig ist als seine Schulkameraden, kann es im Vorhinein besser gefördert werden. Bei einem frühzeitigen Abschluss der Schule mit 17 Jahren hat das Kind die Option, die Zeit zu nutzen, um für eine gewisse Zeit in ein anderes Land zu reisen, um sich sprachlich und menschlich weiterzuentwickeln. 

Zudem sollte man als Elternteil im Vorhinein verschiedene Faktoren in Betracht ziehen, wenn man über die vorzeitige Einschulung nachdenkt. Sollte das Kind bereits in der Lage sein, Buchstaben zu erkennen und Zahlen zu lesen, ist es möglicherweise sinnvoll, das Kind einzuschulen. Die Lehrer in der Grundschule und in den Jahren darauf im Gymnasium oder der Realschule haben dadurch die Möglichkeit, außergewöhnliche Fähigkeiten des Kindes zu erkennen. 

Darüber hinaus ist es wahrscheinlich, dass das Kind in den ersten Jahren ein größeres Interesse an dem vermittelten Unterrichtsstoff hat als andere Kinder in der Schule. Dies hat den Grund, dass es schätzt, dass es bereits zur Schule gehen darf. Daher haben Kinder, die frühzeitig eingeschult werden, oftmals eine höhere Motivation als die Klassenkameraden. Dies führt dazu, dass sie mehr Lernstoff aufnehmen können und dadurch mehr im Unterricht verstehen und lernen. 

Keine sozialen Kontakte und Überforderung

Zunächst müssen Eltern, die über eine vorzeitige Einschulung ihres Kindes nachdenken, bedenken, dass das Kind ein Jahr weniger im Kindergarten haben wird. Die Zeit im Kindergarten ist für den Jungen oder das Mädchen wertvoll, weil viele Grundlagen im Umgang mit gleichaltrigen Personen dort erlernt werden. Durch eine vorzeitige Einschulung verbringt das Kind eine kürzere Zeit im Kindergarten, was möglicherweise Folgen für die Zukunft haben kann. Zudem können die Freundschaften, die während des Kindergartens geschlossen werden, nur schwer aufrechterhalten werden. Da der Kontakt zu gleichaltrigen Kindern in dem Alter von besonderer Bedeutung ist, sollte die vorzeitige Einschulung genau überdacht werden. 

Darüber hinaus wird das Kind in der Grundschule möglicherweise Probleme haben, auf Anhieb Freunde zu finden. Viele der Klassenkameraden werden ein bis zwei Jahre älter sein, was in diesem Alter eine große Bedeutung haben kann. Im jungen Alter ist das unterschiedliche Alter deutlich bemerkbarer als es in der Oberstufe sein wird. 

Zudem ist es möglich, dass die vorzeitige Einschulung des Kindes dazu führt, dass es in der Schule nicht richtig mitkommt, da essenzielle Fähigkeiten aus der Kindergartenzeit möglicherweise nicht erlernt worden.