Künstliche Intelligenz (KI) ist an den meisten Schulen noch ein relativ neues Thema, sowohl für Lehrer als auch für Schüler. Die einen sehen die Technologie als Gefahr für den Lernalltag, andere erkennen hingegen die vielen Chancen. Eines steht jedoch fest: KI hat sich bereits in vielen Bereichen der Wirtschaft etabliert und vor allem junge Generationen müssen sich mit der neuen Realität schon heute vertraut machen.
Der folgende Artikel geht auf mögliche Anwendungsszenarien von KI ein, ohne die eigene Entwicklung von Schülern in den Hintergrund zu rücken. KI-Systeme sollen nämlich allen voran als Helfer dienen und den persönlichen Lernprozess begleiten.
Hohe KI-Nutzung kann zur Denkfaulheit beitragen
Wie kritisch der Spagat zwischen Nutzen und Risiko sein kann, hat eine aktuelle Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) erst kürzlich bewiesen. So senkte der Einsatz von ChatGPT beim Schreiben von Texten nachweislich die kognitive Aktivität. Insbesondere junge Menschen mit hoher KI-Abhängigkeit waren von dieser Entwicklung stark betroffen.
Auch die Lehrkräfte waren vom Ergebnis nicht überzeugt. Die mit Hilfe von KI erstellten Texte klassifizierten sie als wenig individuell und seelenlos. Doch es kam noch schlimmer: Die Teilnehmenden mit hoher KI-Abhängigkeit zeigten nicht nur eine geringe geistige Eigenleistung, sondern konnten sich auch schlecht an die von ihnen erstellten Inhalte erinnern.
Es kann also durchaus berechtigte Sorgen beim übermäßigen und unkontrollierten Einsatz von KI an Schulen geben. Speziell wichtige Eigenschaften wie Kreativität und originäres Denken sind in Gefahr. Eine Einschränkung gibt es aber dennoch: Die Studie muss noch dem Peer-Review-Verfahren standhalten – die bisherigen Ergebnisse liefern nur erste Erkenntnisse.
So können Schüler (und Lehrer) KI besser nutzen
An den meisten Schulen ist der Einsatz von KI ohnehin stark limitiert. Niedersachsen gilt hier als einer der Vorreiter und fördert den Einsatz vom KI-Chatbot „Telli“, der zunächst als persönlicher Schreibcoach dienen soll. Weitere Anwendungen sind ebenfalls denkbar.
Grundsätzlich gilt: Schüler sollten den Einsatz von KI immer vorab mit ihren Lehrern besprechen und abklären. So gibt es später keine unschönen Missverständnisse.
KI hilft beim Lernplan und der Nachverfolgung
Ein individueller Lernplan, der die Stärken und Schwächen eines Schülers berücksichtigt, liefert beim Lernen meistens die besseren Ergebnisse. KI kann hierbei auf riesige Datenbanken zurückgreifen und einen passenden Lernplan bereitstellen. Was ebenso wichtig ist: das Kontrollieren des Lernfortschritts. Auch hier kann ein KI-Helfer seine Vorteile ausspielen und beim Nachverfolgen des eigenen Lernerfolgs unterstützend begleiten.
KI zum Erstellen von individuellen Lerninhalten
KI-Helfer können sich grundsätzlich zum Erstellen oder Personalisieren von Lerninhalten eignen. Gezielte Übungen und Materialien sind innerhalb von Sekunden angefertigt und berücksichtigen den individuellen Fortschritt eines Schülers. Natürlich muss ein Lehrer nach wie vor über die Ergebnisse schauen und kleinere Anpassungen vornehmen. Doch ganz ohne KI wäre ein so hoher Grad der Personalisierung schlichtweg nicht machbar.
KI liefert schnelles Feedback und dient als Sparringspartner
Sowohl Schüler als auch Lehrer können von schnellem Feedback profitieren, ob beim Erstellen von Aufgaben oder bei ihrer Lösung. KI kann hierbei als idealer Sparringspartner dienen und praktische Hinweise geben, ohne die eigene Denkleistung zu schmälern. Der Einsatz unterscheidet sich in diesem Fall beispielsweise nicht von einem Redakteur, der die Arbeit eines Journalisten prüft und Verbesserungsvorschläge liefert.
KI kann trockene Medien spannender gestalten
Doch auch beim Thema Visualisierung von Lerninhalten kann KI viele Vorteile bieten. Der Overheadprojektor hat ausgedient und wird zunehmend durch moderne Technologien wie Dokumentenkameras, interaktive Whiteboards und digitale Displays ersetzt. KI liefert hierbei aufbereitete und optisch ansprechende Inhalte mit hoher Interaktivität. So macht das Lernen heute deutlich mehr Spaß als noch vor 20 Jahren.
Sicherheit und Privatsphäre bei der Nutzung von KI erhöhen
Immer mehr Schulen und Universitäten stellen eigene Lösungen wie „Telli“ zur Nutzung bereit. Schüler können auf die praktischen KI-Chatbots sogar von Zuhause aus zugreifen und ihren Lernerfolg steigern. Doch das kann mit Gefahren für die Sicherheit und Privatsphäre einhergehen, vor allem bei der Nutzung über ein öffentliches WLAN.
Übertragungen im öffentlichen WLAN werden nämlich unverschlüsselt verschickt und lassen sich durch andere Teilnehmer im Netzwerk abfangen. Wer jedoch auf eine VPN-App setzt, verschlüsselt alle übertragenen Inhalte und stärkt somit die Sicherheit und die eigene Privatsphäre. Auf diese Weise ist also eine sorgenfreiere Nutzung möglich.
Einige kostenpflichtige VPN-Dienste bieten sogar eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie an. So gibt es beim Testen keinerlei Risiko – das ist meistens die bessere Alternative zum kostenlosen VPN. Darüber hinaus bieten praktische Zusatzfunktionen weiteren Komfort und Extra-Schutz beim Surfen im Internet.
Fazit: KI-Helfer können eine einmalige Chance darstellen
Der Siegeszug von KI lässt sich nicht mehr aufhalten. Lehrer und Schüler müssen dem aber nicht skeptisch gegenüberstehen, sondern können auch die Chancen daraus nutzen. Lerninhalte lassen sich einfacher erstellen, prüfen und personalisieren. Schüler profitieren hingegen von einem persönlichen Schreib-Coach wie „Telli“.
So kann KI zu einem Erfolgsfaktor an Schulen in Niedersachsen werden.









