Schüleraustausch – eine Top Option für Schüler

Als Schüler einer Ganztagsschule oder auch eines normalen Gymnasiums stellt sich irgendwann nach der Mittelstufe die Frage, ob ein Schüleraustausch bzw. ein Highschooljahr sinnvoll sein kann. Die positiven Aspekte eines Auslandsaufenthaltes in jungen Jahren wie eine Schärfung der Sprachkenntnisse, Förderung von Selbstständigkeit, Flexibilität und auch die Festigung des Charakters, liegen klar auf der Hand. Entsprechend möchten viele Eltern ihren Kindern diese Chance ermöglichen. Davor allerdings steht eine grundlegende Information über die Möglichkeiten, Chancen und Wege, die man für einen Schüleraustausch gehen kann.

Interessiert man sich für einen Schüleraustausch, muss man sich zunächst im Klaren darüber sein, dass es unterschiedliche Typen des Schüleraustausches gibt. Allgemein kann man sagen, dass sich bei einem Schüleraustausch um einen Aufenthalt für eine begrenzte Zeit in einem fremden Land handelt und währenddessen dort die Schule besucht wird. Die Zielgruppe dafür sind Schüler im Alter zwischen 13 und 18 Jahren.

Was versteht man unter Schüleraustausch?

Anders als vielleicht vermutet, handelt es sich nicht um einen Austausch im wörtlichen Sinne, denn es gibt keinen Gegenaustausch.

Als Austauschschüler lebt man für die Zeit des Aufenthaltes in einer Gastfamilie und nimmt so an deren Alltag teil. Eine wesentliche Position nimmt jedoch der Schulalltag ein. Wie auch zu Hause, muss die Schule regelmäßig besucht werden und Leistungsnachweise müssen erbracht werden, wenngleich es nicht in erster Linie auf Noten ankommt. Ein Austausch dient vor allem der Erweiterung des eigenen Horizontes. Man lernt ein komplett neues Schulsystem kennen, taucht in eine andere Kultur und ein anderes Sozialsystem ein und hat die Chance viele neue Menschen kennenzulernen.

Welche Austauschmöglichkeiten gibt es?

Zunächst einmal der klassische Schüleraustausch. Dabei findet ein zeitversetzter Austausch zwischen zwei Schülern aus unterschiedlichen Ländern statt. Meist werden diese Art Austausch von den eigenen Schulen und deren Partnerschulen organisiert und dauert in der Regel nicht länger als zwei bis vier Wochen. Informationen dazu bekommt man direkt über die Schule.

Interessiert man sich aber für einen Aufenthalt außerhalb der möglichen Partnerschulen und möchte für eine längere Zeit, am besten für ein ganzes Schuljahr, an einer ausländischen Schule unterrichtet werden, muss man diesen Aufenthalt selbst planen, oder man wendet sich an eine Agentur, die auf Schüleraustauschprogramme spezialisiert ist.

Was für Austauschprogramme werden angeboten?

Entscheidet man sich letztendlich für einen Schüleraustausch, wird man vor die Wahl gestellt, um was für eine Art Austauschprogramm es sich handeln soll. Kurz gesagt, es gibt drei Auswahlkriterien, zwischen denen man wählen kann: Land, Region und Schule.

Wählt man ein Land, ist zunächst unklar, wo genau die Reise hingeht. Landesweit ist alles möglich. Besonders in den USA ist dieses Wahlprogramm verbreitet.

Möchte man in einen bestimmten Bezirk, sollte man sich vorab für die Wahl einer Region entschließen. Vor Verbreitet ist dieses Wahlprogramm vor allem in Kanada.

Soll nichts dem Zufall überlassen werden, gibt es die Möglichkeit sich direkt für eine Schule, ggf. auch für Fächer, zu entscheiden. Häufig ist dies der Fall bei Austauschprogrammen mit Australien und Neuseeland.

Gründe für einen Schüleraustausch

Jeder hat andere Motive, sich für einen Schüleraustausch zu entschließen.

Von Nutzen wird es den meisten mit Sicherheit in vielerlei Hinsicht sein. So verbessert sich auf jeden Fall die Sprachkompetenz der jeweiligen Fremdsprache. Einige sind in dieser Zeit zum ersten Mal auf sich alleine gestellt und lernen so, wie man die unterschiedlichsten Situationen auch ohne die Eltern meistern kann, wodurch sie das Selbstbewusstsein stärken kann. Eine solche Erfahrung macht weltoffener und toleranter was andere Kulturen und andere Sozialsysteme angeht. Man lernt ein neues Schulsystem kennen, macht Bekanntschaften mit unterschiedlichen Menschen und sammelt jede Menge Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen.

Was die Zukunft betrifft, hat man in einigen Bereichen bessere Jobchancen auf dem Arbeitsmarkt.

Worauf muss man achten?

Der Aufenthalt muss auf jeden Fall gründlich geplant und einige Dinge geklärt werden. So sollte der Notendurchschnitt mindestens bei 3,00 liegen und man sollte erfragen, ob die Leistungen in der Heimat angerechnet werden können und ob man nach der Rückkehr ggf. wieder in die alte Klasse zurückkehren kann.

Ein ganz maßgeblicher Punkt ist die Finanzierung, die von Anfang an bedacht werden muss, denn es kommen einige Kostenpunkte zusammen.

Kosten für die Austauschorganisation, An- und Abreise, Versicherungen und ggf. Schulgebühren, sowie Aufwandsentschädigungen für die Gastfamilie.

Man sollt sich aber nicht gleich aufgrund des Kostenapparates abschrecken lassen. Denn obwohl die meisten Austauschprogramme aus privater Tasche gezahlt werden, haben auch die weniger Betuchten gute Chancen, solche Programme zu wahrzunehmen. Man kann Auslands-Bafög beantragen und sollte sich auf jeden Fall über Teil- oder auch Vollstipendien informieren.

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