65 „Zukunftsschulen“ starten in fünfjähriges Modellprojekt zur nachhaltigen Schulentwicklung

65 „Zukunftsschulen" starten in fünfjähriges Modellprojekt zur nachhaltigen Schulentwicklung

65 „Zukunftsschulen“ starten in fünfjähriges Modellprojekt zur nachhaltigen Schulentwicklung

In Niedersachsen gehen die „Zukunftsschulen“ an den Start: Kultusminister Grant Hendrik Tonne begrüßte die am Modellprojekt teilnehmenden 65 Schulen heute im Rahmen einer Onlineveranstaltung und warb um Kreativität und Innovationsgeist in der Schulentwicklung. Die zweitägige Eröffnungsveranstaltung zu den niedersächsischen Zukunftsschulen werden von Impulsvorträgen des österreichischen Erziehungswissenschaftlers Professor Dr. Michael Schratz und Margret Rasfeld, Mitbegründerin der Initiative „Schule im Aufbruch“, inhaltlich bereichert. Zudem stehen Arbeiten in kleineren Foren auf dem Programm der „Zukunftsschulen“.

Tonne sagte in Richtung der rund 200 Vertreterinnen und Vertreter aus den „Zukunftsschulen“: „Schulen brauchen Freiheiten, um sich innovativ entwickeln zu können. Diese Freiheiten geben wir mit dem Modellprojekt Zukunftsschulen“, so der Kultusminister.

Es sei die Aufgabe von Schule, zukunftsfähige Bildungsansätze zu entwickeln und zu gestalten. Schule müsse ein demokratischer Ort sein, an dem Verantwortung, Solidarität und ein friedliches Miteinander gelebt und gelernt werden könne. Tonne: „Mit dem Modellprojekt Zukunftsschule haben wir einen bildungspolitischen Rahmen geschaffen, in dem aus Visionen Wirklichkeit werden kann. Ich bedanke mich bei Ihnen, dass Sie diesen Weg gehen und damit wichtige Impulse für eine nachhaltige Schulentwicklung setzen. Dafür geben wir Ihnen die notwendigen pädagogischen Freiräume und fördern Ihr Engagement bei der Schulentwicklung über das Beratungs- und Unterstützungssystem sowie das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung.“

Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat unterschiedliche Maßnahmen auf den Weg gebracht, um den Schulen in Niedersachsen nachhaltige, innovative und demokratiefördernde Elemente in der Schulentwicklung zu ermöglichen. So leitet sich das Modellprojekt „Zukunftsschulen“ ab aus dem Dialogprozess „Bildung 2040″ und steht unter dem Dach der „Initiative demokratisch gestalten“.  Im neuen Schuljahr gelten zwei neue Erlasse zur Stärkung der Demokratiebildung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Schülerinnen und Schüler sollen stärker darauf vorbereitet werden, sich als mündige Bürgerinnen und Bürger aktiv, kritisch und selbstreflexiv in demokratische Aushandlungsprozesse einzubringen.

Zudem soll ein konkretes Verständnis von Demokratiebildung vermittelt und Perspektiven aufzeigt werden, wie ein demokratischer und an Nachhaltigkeit orientierter Schulentwicklungsprozess in Unterrichts- und Schulkultur fest verankert werden kann. Partizipation, Teilhabe und Engagement aller Beteiligten in Schule sollen gestärkt werden. Selbstbestimmtes und zukunftsorientiertes Lernen in Niedersachsen regt zur kritischen und konstruktiven Auseinandersetzung mit dem Leben in einer globalisierten Welt an. Die Stärkung von Kinderrechten im Schullalltag ist ein weiterer prägender Leitgedanke der schulischen Innovationsvorhaben in Niedersachsen.

Die 65 „Zukunftsschulen“ bilden alle Schulformen ab und sind in allen Landesteilen vertreten. Im Vorfeld mussten sich Schulen mit konkreten Modellvorhaben bewerben und ihre Bereitschaft erklären, fünf Jahre an dem Modellprojekt mitzuwirken. Zudem war wichtig, dass die gesamte Schulgemeinschaft den Prozess mitträgt, so dass die Gesamtkonferenz und der Schulvorstand, in welchem auch Schülerinnen und Schüler sowie Erziehungsberechtigte vertreten sind, der Teilnahme zustimmen mussten. Zudem ist vorgesehen, dass die Schulen mit außerschulischen Initiativen kooperieren. Eine wissenschaftliche Evaluation und Begleitung erfolgt, um wichtige Erkenntnisse zu gewinnen für den späteren Transfer innovativer Ansätze in die Fläche. Das Niedersächsische Kultusministerium hat die Schulen auf Grundlage ihrer Bewerbungen ausgewählt.

Tonne: „Der Wille sich weiterzuentwickeln, muss von innen herauskommen, aus den Schulen selbst.  Innovation und Kreativität lassen sich nicht aus einem Ministerium heraus verordnen. Aber: Wir können und wir wollen unterstützen und neue pädagogische Ansätze fördern. Schulen, die sich auf den Weg machen, können weiterhin auf meine Unterstützung zählen.“

Die „Zukunftsschulen in Niedersachsen“ im Überblick:

1.     BBS Berufsbildende Schulen des Landkreises Hameln-Pyrmont (Elisabeth-Selbert-Schule)

2.     BBS Ammerland

3.     Robert-Bosch-Gesamtschule Hildesheim

4.     IGS Garbsen

5.     Leonore-Goldschmidt-Schule Hannover

6.     IGS Flötenteich Oldenburg

7.     IGS Kreyenbrück Oldenburg

8.     IGS Oyten

9.     Ernst-Reuter-Schule KGS Pattensen

10.   Albert-Einstein-Gymnasium Hameln

11.   Gymnasium Winsen

12.   Kapitän-Koldewey-Grundschule Bücken

13.   Ottfried-Preußler-Grundschule Hannover

14.   GS Kreyenbrück Oldenburg

15.   GS Steinkirchen

16.   Hinrich-Wolff-Grundschule Bergen

17.   OBS Berenbostel Garbsen

18.   Oberschule Eversten Oldenburg

19.   Verdener Campus

20.   Realschule Süd-Buxtehude

21.   BBS Stadthagen

22.   BBS Melle

23.   BBS Buchholz

24.   IGS Edemissen

25.   IGS Badenstedt Hannover

26.   IGS Langenhagen

27.   IGS Bramsche

28.   IGS Rotenburg Wümme

29.   KGS Bad Münder

30.   KGS Moringen

31.   Tellkampfschule Hannover

32.   Hümmling-Gymnasium Sögel

33.   Halepaghen-Schule Buxtehude

34.   GS Fuhsestraße Hannover

35.   GS Wettbergen Hannover

36.   GS Moorriem Elsfleth

37.   Oberschule Bodenwerder

38.   Oberschule Weener

39.   Schule am Katzenberg Adendorf

40.   BBS II Nordheim

41.   BBS Lingen

42.   BBS Osterholz-Scharmbeck

43.   Berufsbildende Schulen I Uelzen

44.   IGS Isernhagen

45.   IGS Obernkirchen

46.   IGS Südstadt Hannover

47.   Herman Frey Gesamtschule Dissen

48.   Gaußschule Braunschweig

49.   Viktoria-Luise-Gymnasium Hameln

50.   Herbartgymnasium Oldenburg

51.   Grundschule Kirchohsen

52.   Albert-Schweitzer-Schule Hannover

53.   Grundschule am Rosenbusch Hessisch Oldendorf

54.   Grundschule Neuenkirchen Neuenkirchen-Vörden

55.   Pestalozzi-Oberschule Hannover

56.   Johannes-Vincke-Schule Belm

57.   Schulzentrum Lohne Wietmarschen

58.   OBS Celle 1

59.   Realschule Pro Mint Stade

60.   Alexanderschule Wallenhorst

61.   Stader Privatschule

62.   Herman-Nohl-Schule Osnabrück

63.   GS Vorbrück*

64.   GS Buchholz*

65.   GS Bothmer*

(*Zusammenschluss von drei Schulen mit einem Projektantrag)

Quelle Pressemeldung von  Niedersächsisches Kultusministerium