SCHULE:KULTUR! in Niedersachsen: Dritte Staffel erfolgreich beendet

SCHULE:KULTUR! in Niedersachsen: Dritte Staffel erfolgreich beendet

SCHULE:KULTUR! in Niedersachsen: Dritte Staffel erfolgreich beendet

Mit 150 Gästen, Livemusik- und -theater, Workshops, einer Podiumsrunde sowie der Auszeichnung von 40 Schulen und ihren Kulturpartnerinnen und -partnern ist heute in Hannover die dritte Staffel der Landesinitiative SCHULE:KULTUR! zu Ende gegangen. Seit 2014 wurden in drei Runden mehr als 80 Schulen – vornehmlich im Sekundarbereich – in ihrer kulturellen Schulentwicklung gefördert und zu „Kulturschulen“ weiterentwickelt. Inzwischen strahlt das niedersächsische Programm über die Landesgrenzen hinaus: SCHULE:KULTUR! dient bereits mehreren Bundesländern als Vorlage zur Entwicklung eigener landesweiter kultureller Schulprogramme.

„Nach nunmehr acht Jahren und mittlerweile fast 100 Schulkooperationen hat sich SCHULE:KULTUR! als Schulentwicklungsprogramm in Niedersachsen etabliert“, bilanzierte die Staatssekretärin im Kultusministerium, Gaby Willamowius, zum Ende der dritten Staffel und fügte an: „Kooperation mit Kulturschaffenden vor Ort schafft kulturelle Teilhabe und echtes Mitwirken für Schülerinnen und Schüler. Sie bringen Kreativität, ästhetisches Denken, Kooperationsfähigkeit und Empathie mit ein und gestalten ihre Zukunft – alles Prinzipien der Kulturellen Bildung. Allen teilnehmenden Schulen, Lehrkräften, Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern sowie der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung in Niedersachsen und der Bundesakademie für Kulturelle Bildung danke ich ausdrücklich.“

„Die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen ist ein wichtiger Eckpfeiler unserer Kulturpolitik. Diejenigen, die bereits in jungen Jahren Freude an Theater, Musik und Literatur empfinden, werden sie auch im späteren Leben nicht verlieren. Diesem Kerngedanken trägt SCHULE:KULTUR! mit seinem facettenreichen Angebot Rechnung“, so Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler. „Ich freue mich sehr, dass die dritte Staffel trotz aller pandemiebedingter Herausforderungen so erfolgreich durchgeführt werden konnte. Um das Programm auch für weitere drei Jahre weiterführen zu können, haben wir entsprechende Mittel im MWK-Haushalt reserviert.“

Das Programm SCHULE:KULTUR! ist als Teil der Initiative „Kreativpotentiale“ der Stiftung Mercator in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Kultusministerium (MK) und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) entwickelt worden. 2014 starteten zunächst 40 Schulen und ihre Kulturpartnerinnen und Kulturpartner in ganz Niedersachsen mit dem Ziel, Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge für kulturelle Aktivitäten und kreatives Schaffen zu begeistern. Angestrebt wird dabei grundsätzlich eine kontinuierliche Zusammenarbeit der Schulen und ihrer außerschulischen Partnerinnen und Partner – als nachhaltige kulturelle Bildung fest verankert im Schulleben und bis in den Fachunterricht hinein. Zu den außerschulischen Akteuren gehören neben Künstlerinnen und Künstlern insbesondere das pädagogisch qualifizierte und erfahrene Personal in Theatern, Theaterpädagogischen Zentren, Museen, Kunstvereinen, Filmeinrichtungen, sozio- und interkulturellen Einrichtungen, Bibliotheken sowie Musik- und Kunstschulen. Wesentliches Element sind auch gemeinsame Qualifizierungsveranstaltungen der Kulturkoordinatorinnen und -koordinatoren, der Schulen sowie ihrer Kulturpartner.

Finanziert wurde das Programm bisher anteilig durch Mittel der Stiftung Mercator im Förderprogramm Kreativpotentiale, durch eine Projektförderung von MWK und durch das MK mit sogenannten Anrechnungsstunden zzgl. Koordinationsstunden für jede teilnehmende Schule sowie Unterstützung in der Schulentwicklungsberatung durch die Regionalen Landesämter für Schule und Bildung.

Das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) evaluiert das Programm fortlaufend. Durch die Förderung der Stiftung Mercator konnte so gemeinsam mit dem Nachbarbundesland Hessen ein einzigartiges Instrument zur Selbstevaluation der Schulen entwickelt werden. In Niedersachsen wird es bereits von den Schulen mit kulturellem Schwerpunkt genutzt, künftig soll es allen Bundesländern zur Verfügung gestellt werden.

„Zurzeit laufen intensive Gespräche des Kultusministeriums gemeinsam mit dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur, um das Programm SCHULE:KULTUR! fortzuführen. Erklärtes Ziel ist es, die vorbildliche Arbeit auch weiterhin zu unterstützen“, so Willamowius. Denkbar sei auch ein erweitertes Konzept, um künftig mehr Schulen sowie Kulturpartnerinnen und Kulturpartner zu erreichen und Schulen ohne Kultur-Schwerpunkt eine niedrigschwellige Teilnahme zu ermöglichen.

Pressemeldung von  Nds. Kultusministerium